BSC Young Boys Bern

Im Jahr 1999 stiess ich vom FC Flamatt zu den Berner Young Boys. Ich war damals 13 Jahre alt und durfte mit der U-14 von YB mittrainieren.

Für mich war es das Beste in diesem jungen Alter. Schon bald musste ich mit meinen Eltern zu Fredy Bickel, dem dama- ligen Sportchef von YB. Warum wohl? - Ich bekam einen Ausbildungsvertrag, in dem festgelegt wurde, dass ich von nun an ein- bis zweimal pro Woche mit der ersten Mannschaft trainieren dürfe! YB befand sich zu dieser Zeit zwar noch in der Nationalliga B, doch nach diesem Gespräch realisierte ich langsam, worum es ging: Meinem Traum, Fussballprofi zu werden, war ich einen grossen Schritt näher gekommen.

Diese Szene werde ich nie vergessen: Ich gehörte dem Kader der U-15 an und erschien im Training der 1. Mannschaft. Trainier Marco Schällibaum stellte mich der Mannschaft vor, die Stars hiessen dannzumal Hänzi, Sermeter, Smajic, Burri, Häberli oder Malacarne. Als er sagte, ich sei erst 14 und trainiere jetzt zweimal in der Woche mit der 1. Mannschaft, schauten sich die Spieler gegenseitig an und wussten nicht genau, was sie erwarten und denken sollten.

Aber diese „Jungs“ - damals meine grossen Vorbilder - haben mich in jeder Situation unterstützt und mir immer geholfen, damit ich mich in Ruhe weiterentwickeln konnte. Auch Trainier Marco Schällibaum leistete grosse Arbeit mit YB und schaffte den Sprung von der NLB in die NLA. Für mich war dieses erste Jahr im Fanionenteam eine super Erfahrung und hat mich in meiner Karriere weitergebracht.

Auf die neue Saison hin gehörte ich schon dem erweiterten Kader an. Ich spielte aber mit der U-17 in der Meisterschaft, da ich mit 15 noch nicht in der 1. Mannschaft oder der U-21 spielen durfte. Ich musste warten, bis ich 16 Jahre alt war. Reto Gertschen war in dieser Saison mein Trainer in der U-17. Es war ein sehr gutes halbes Jahr. Danach gab mir YB bekannt, dass ich von nun an nur noch mit der 1. Mannschaft trainiere.

Ich machte nach der Winterpause die ganze Vorbereitung mit, und schon im ersten Spiel gegen Sion bekam ich die Chance, meinen Traum mit einem Teileinsatz zu verwirklichen. Der Trainer setze mich 15 Minuten vor Schluss ein, und ich dankte ihm 5 Minuten später mit einem Tor dafür. Ich war nicht nur der jüngste Spieler, der je eingesetzt wurde in der Nationaliga A, ich wurde auch noch der jüngste Torschütze aller Zeiten. Im Moment, als ich den Ball im Tor sah, gingen mir tausend Gedanken durch den Kopf. Einmalig!

Nach diesem Tor kam ich regelmässig zu Teileinsetzen. Auf die neue Saison hin stiessen Chapuisat und Leandro im Sturm zu uns. Vor allem von ihnen beiden profitierte ich enorm viel. Die Erfahrung von Chapuisat war unglaublich, und die Spielfreude von Leandro war zu beneiden.

Dank diesem erfolgreichen zweiten Jahr mit einer Mannschaft, die mir sehr stets geholfen hat, kam der Transfer zum PSV Eindhoven zustande. YB und sein ganzes Umfeld werden mir immer im Herzen bleiben. Ich werde diese Zeit und die hilfsbereiten Leute nie vergessen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei all meinen ehemaligen Trainern und Mitspiel- ern bedanken für die tolle Zeit und die gute Zusammenarbeit. Ebenso bei meiner Familie und meinem Manager Angelo Semeraro sowie bei meinen Freunden Fady, Gerhi, Gede, Schweizer, Eseosa, Kalifa, Sadik, Bobi, Sidnei, Air, Ermin, Fehrat, Falani, Jetmir, Lindim, Donadei’s und Sidoti’s, die immer zu mir standen.

Im Ausland, wenn ich manchmal etwas alleine bin, merke ich, wie wichtig das sportliche und persönliche Umfeld für meine Leistung auf dem Spielfeld ist.


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